Anglerverein Forst-Süd e.V.
Die nächsten Termine sind:
Alle Termine und Teilnahmen sind abhängig von den Corona-Maßnahmen
und damit verbundenen Einschränkungen - (2G/3G)!
Vorstandssitzung am 01.11.2021
um 19:00 Uhr in der Gaststätte "Am Turnplatz"
Mitgliederversammlung am 08.11.2021
um 19:00 Uhr in der Gaststätte "Am Turnplatz"
Achtung: Termine können sich kurzfristig ändern.
Bitte hier öfter nachschauen und Informationen weitergeben!




Sie sind hier: Afrikanische Schweinepest  (zuletzt aktualisiert: 10. 09. 2021 - 17:40:50)

Warum diese Informationen?

Die Afrikanische Schweinepest ist eine schwere Virusinfektion, die ausschließlich Haus- und Wildschweine befällt. Seit 2014 verbreitet sich die Tierseuche besonders in den osteuropäischen Ländern. Am 9. September 2020 informierte das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), dass es in Brandenburg einen amtlichen Verdachtsfall der Afrikanischen Schweinepest gibt. Das Landeslabor Berlin-Brandenburg hat den Erreger bei einem Wildschwein-Kadaver festgestellt, der wenige Kilometer von der deutsch-polnischen Grenze im Spree-Neiße-Kreis gefunden wurde. Anschließend wurde das Ergebnis vom Nationalen Referenzlabor am Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) am 10. September bestätigt. Auf dieser Grundlage ist der Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest beim Schwarzwild vom Landkreis Spree-Neiße/Wokrejs Sprjewja-Nysa amtlich festgestellt worden.
Es wurden daraufhin Restriktionszonen und Kerngebiete eingerichtet, behördliche Anweisungen sind zu beachten.

Einige Antworten auf Fragen, die besonders uns Angler betreffen:


Wie lange überleben die Krankheitserreger?
Weil Krankheitserreger extrem widerstandsfähig sind, halten sie sich z. B. in nicht durcherhitztem Fleisch oder Fleischprodukten monatelang. Werden infizierte Lebensmittel von bisher nicht infizierten Tieren gefressen, kann auch hierüber eine Virusübertragung stattfinden. Das Virus weist u. a. eine hohe Widerstandsfähigkeit in der Umwelt auf: im Erdboden ist es bis zu 205 Tage, an Holzteilen bis zu 190 Tagen überlebensfähig. Verendete Schwarzwildkadaver sind über viele Wochen, streckenweise bis zu einem halben Jahr infektiös.

Was ist das Kerngebiet?
Das Kerngebiet liegt innerhalb der Sperrzone II (analog Gefährdetes Gebiet). Es wird um die Fundstellen von mit dem ASP-Virus infizierten Schwarzwildfunden festgelegt.

Was ist das Gefährdete Gebiet?
Das Gefährdete Gebiet wird auch Sperrzone II genannt. Innerhalb dieses Gebietes befindet sich das Kerngebiet.

Was muss ich beim Spaziergang in Wald, Feld und Wiese im ASP-Gebiet beachten?
Die Vorgaben sind davon abhängig, wo Sie spazieren gehen möchten. Im Kerngebiet ist das Betreten des Waldes und der offenen Landschaft (Felder, Wiesen) grundsätzlich verboten. Hier dürfen Sie sich somit gar nicht - auch nicht zum Pilze oder Beeren sammeln oder zum Angeln - aufhalten. Im Gefährdeten Gebiet und in der Pufferzone sind Spaziergänge grundsätzlich erlaubt. Achten Sie beim Spaziergang unbedingt darauf, dass Sie keine Lebensmittel, insbesondere keine Wurstbrote, oder deren Verpackungen verlieren bzw. liegen lassen. Nehmen Sie Ihren Abfall unbedingt wieder mit nach Hause. Hierdurch könnten Wildschweine angelockt werden.

Darf ich Pilze und Beeren sammeln oder angeln?
Im Gefährdeten Gebiet und in der Pufferzone ist das Sammeln von Pilzen und Beeren weiterhin gestattet, auch das Angeln. Bitte beachten Sie, dass lediglich geringe Mengen für den Eigenbedarf gesammelt werden dürfen. Da die Tierseuche für Menschen ungefährlich ist, können Sie Pilze und Beeren bedenkenlos essen.

Das aktuelle Kerngebiet im Süden des LK-SPN:
Im Norden beginnend am Gelände der AGNS, in südlicher Richtung dem Waldweg folgend und die K7109 querend bis zur Kreuzschenke. Ab hier der Smarsoer Dorfstraße folgend in südlicher Richtung bis zur Jocksdorfer Straße. Ab Gahry Ausbau dem Waldweg Richtung Recyclinghof entlang bis Bohsdorf Vorwerk. Ab Bohsdorf Vorwerk der K7107 folgend über Bohsdorf dem Reuthener Weg in südlicher Richtung folgend, entlang des Waldweges, den Rundwanderweg Finkenstein querend bis zum Guts­park Reuthen. Ausgehend von der K 7106 in süd-westlicher Richtung den Weg folgend bis zur B 156, über die K 7104 Richtung Lieskau, die Schleifer Allee entlang bis zur Landesgrenze nach Sachsen gilt:
Hunde sind an der Leine zu führen,
das Betreten des Waldes und der offenen Landschaft ist verboten,
Ausnahmen:
Gefahr in Verzug, Privatflächenbesitzer, Durchgangsverkehr auf öffentlichen Straßen und Radwegen.



Karte des Landkreises SPN aus der Pressemitteilung vom 06.09.2021:



Information zum Artikel der Lausitzer Rundschau am 7. September 2021:


Angeregt durch unser Vereinsmitglied Wilfred Koch hat die Lausitzer Rundschau erstmals umfassend über die ASP veröffentlicht, was über die Website des LK-SPN nur einigen Anglern bekannt war. Insbesondere unsere älteren Angelfreunde, die keinen Internetzugang haben, sollten jetzt informiert sein, was erlaubt und was verboten ist. Aber viele Mitglieder sind auch nicht Leser der LR. In den kostenlosen und werbefinanzierten Zeitungen wurde über die ASP nur ungenügend berichtet, damit bleibt immer noch ein Teil der Angler uninformiert - leider.

Die Situation für uns Angler hat sich in den letzten Wochen nicht verbessert.
Im Gegenteil, die Gewässer westlich der B115 sind jetzt ebenfalls gesperrt, so dass im Süden des Landkreises KEINE Gewässer mehr beangelt werden dürfen!
Im Landkreis Oder-Spree wurde den Anglern auch im Kerngebiet ein Betretungsrecht eingeräumt, natürlich unter strenger Einhaltung bestimmter Regeln. Warum ist das im LK-SPN nicht möglich? Diese und weitere Fragen zur Problematik wurden am 03.09.2021 schriftlich an das Veterinäramt gestellt mit der Bitte um eine Antwort bis zu unserer Mitgliederversammlung am 13.09.2021.
Und was unternimmt die Untere Fischereibehörde des Landkreises - die Fischereiabgabe ist bezahlt, die Beiträge an den Landesanglerverband ebenfalls?

Auf der Seite des Landkreises Oder-Spree könnt ihr nachlesen, wie es auch gehen kann: Informationen zum richtigen Verhalten beim Angeln in ASP-Kerngebieten

ABER:

Warum hat die LR nicht die aktuelle Karte des Veterinäramtes veröffentlicht? Eine Korrektur ist bisher durch die LR weder online noch im Printmedium erfolgt.


Download des Artikels der LR vom 07.09.2021 zur ASP als PDF-Datei


Die von der Lausitzer Rundschau vom 07. September 2021 in der "Forster Rundschau" veröffentlichten Informationen sind ausreichend für Pilzesammler und Waldspaziergänger und beinhalten wesentliche Punkte aus der Pressemitteilung des Landratsamtes SPN. ergänzt durch Aussagen von Landrat Harald Altekrüger.
Das kann uns als Angler, die nicht nur den Fischen nachstellen, sondern auch die Gewässer und das sie umgebende Biotop hegen und pflegen, in keiner Weise zufriedenstellen.
Die Karte und die Beschreibung der Kernzone Süd sind bereits seit mehreren Wochen überholt.
Die aktuelle Karte seht Ihr oben.

FEHLERHAFT!   

Das Kerngebiet im Süden des Landkreises ist bereits seit längerer Zeit gegenüber der Tierseuchenallgemeinverfügung vom 15.07.2021, Pkt. I.5. weiter nach Westen ausgedeht worden. Ausschnitt aus der Tierseuchenallgemeinverfügung vom 15.07.2021 / 1. Änderung vom 24.08.2021 (Ausschnitt aus Punkt I.5):



Um die Maßnahmen des LK-SPN zu unterstützen, orientiert Euch bitte hier. Dort sind auch Antworten auf Fragen veröffentlicht, auf die in der Zeitung nicht eingegangen wurde:

Weitere und umfassendere aktuelle Informationen zur ASP beim LK-SPN hier abrufen